Fotoprojekt "Scoute dich"

Wintersemester 2018/19

Die Porträtreihe beschäftigt sich mit den eh-renamtlichen Mitarbeitern der Pfadfinderbewegung in Deutschland. Ab dem 18 Lebensjahr treten diese nach dem Durchlaufen der Jugendgruppen in die Leiterrunde ein. In dieser sind sie ehrenamtlich in der Arbeit für den Stamm aktiv und betreuen die Kinder und Jugendlichen in den Gruppenstunden. Die Mitglieder und Leiter stammen – wie es der Grundgedanke der Pfadfinder vorsieht – aus ganz verschiedenen Gruppen der Gesellschaft. Mit meiner Arbeit möchte ich aufzeigen, dass Pfadfinder in weiten Teilen der Gemeinschaft vertreten sind. Um dies darzustellen werden die Mitglieder der Leiterrunde an ihrem Arbeitsplatz porträtiert. Um nun eine Verbindung der alltäglichen Arbeit und den Pfadfindern zu schaffen, sind die Porträtierten in ihrer Kluft gekleidet. Diese ist die offizielle Uniform der Pfadfinder und das wichtigste Erkennungszeichen. Somit entsteht eine direkte visuelle Verbindung der ehrenamtlichen Arbeit der Leiter zu ihrer alltäglichen Arbeit in der Gesellschaft.

„Viele Pfadfindergruppen in NRW verzeichnen einen starken Zulauf. Mancherorts gibt es wegen des Andrangs sogar lange Wartelisten. Das Problem: Es fehlen junge Erwachsene, die Gruppen ehrenamtlich betreuen.“ (RP Online, 30.09.2018) Aufgrund von Ausbildung, Studium und Co. fehlt vielen jungen Erwachsenen die Zeit sich mit der Rolle als Leiter auseinanderzusetzen. Deshalb entstehen große Löcher, wenn es um die Planung der Leitungsteams geht.

Die Idee aus den beiden Bestandteilen „scout“ (engl. für Pfadfinder) und „outen“ eine Wortverbindung und damit den Slogan „Scoute Dich!“ zusammenzusetzen ist nicht neu. Der Pfadfinderverband DPSG verwendete diesen erstmals 2010 für seine bundesweite Image- und Fundraising-Kampagne. Eines der Ziele war das Profil der DPSG zu stärken und in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Hier schließt sich meine Porträtreihe an, da es ihrer Hauptziele ist, aufzuzeigen, dass Pfadfinder in allen Teilen der Gesellschaft vertreten sind. Der Unterschied in der Verwendung dieses Slogans zeigt sich in der Kombination der Bildebene. Die Bilder in der Imagekampagne wirken sehr kühl und unpersönlich, un-teranderem da nur der Oberkörper gezeigt wird und die Gesichter angeschnitten sind. Meine Porträts hingegen zeigen „echte“ Menschen in ihrem normalen Umfeld. Sie vermitteln eine viel intimere Stimmung und tragen das Profil der DPSG in die Öffentlichkeit, wie es sein sollte:
persönlich, vielfältig und menschlich!